Petra Binnewitt ist neue AsF-Kreisvorsitzende

von Petra Basler (Kommentare: 0)

Petra Binnewitt ist neue AsF-Vorsitzende im Kreis Herford

„Frauen wollen die (Hälfte der) Macht!“ das ist eine Forderung der DGB-Frauen, die auch die SPD-Teilnehmerinnen auf ihrer Kreiskonferenz der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) unterstrichen. DGB-Organisationssekretärin Sarab Aclan führte den Genossinnen in ihrem Grußwort vor Augen, dass auch hundert Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts, keine Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern erreicht ist. Frauen bekommen in Deutschland noch immer durchschnittlich 21 Prozent weniger Lohn und Gehalt als Männer und das, obwohl sie die gleiche Arbeit verrichten. Dieser große Entlohnungsunterschied sei nahezu konstant und im Vergleich zu vielen europäischen Ländern auch größer. Die Forderung der Gewerkschaften nach „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ sei daher weiterhin sehr aktuell, so die Gewerkschafterin. 
„Letztlich ist es genau dieser Ungerechtigkeit geschuldet, dass die AsF auch heute noch innerhalb der Gesellschaft und der SPD gebraucht wird“, kommentierte Petra Binnewitt (Rödinghausen) diesen Umstand.

In großer Einigkeit wählten die SPD-Frauen ihren neuen Vorstand. Petra Binnewitt (Rödinghausen) übernimmt den Vorsitz von Angela Lück, die diesen Posten für sich schon bei ihrer Wahl vor zwei Jahren zeitlich begrenzt sah. Unterstützung bekommt die neue Vorsitzende durch ihre Stellvertreterinnen Susanne Rutenkröger und Angela Lück, sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern Brigitte Düsediekerbäumer (Hiddenhausen), Ute Eilert und Julia Hillebrandt (beide Herford), Tina Lüking (Kirchlengern), Magdalena Monka (Bünde), Natascha Nemetschek (Löhne), Erika Reuter (Vlotho) und Sylke Tech (Spenge).

Sehr still wurde es im Raum als Ella Kraft vom Verein „Terre des Femmes – Menschenrechte für die Frau“ und Andrea Stroba, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Hiddenhausen, von ihrer Teilnahme am 3. Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen berichteten. Kraft und Stroba kritisieren das „Prostituiertenschutzgesetz“ und fordern die Einführung des „Sexkaufverbots“ nach dem nordischen Modell. Prostitution sei nicht freiwillig, sie werde mit allen Mitteln erkauft und erzwungen. Als „letzte gewalttätige Spielwiese für das Patriarchat“ bezeichnet Ella Kraft daher die Prostitution.

„Es sind erschreckende Eindrücke, die gehört und bekämpft werden müssen. Es darf nicht sein, dass in der heutigen Zeit Frauen immer noch derartige Ungerechtigkeiten und Gewalt erfahren!“, ziehen die Frauen ihr Fazit aus der Diskussion. „Der AsF Vorstand wird sich dieser Themen auch weiterhin annehmen und helfen, sie aus der Tabu-Zone zu holen“, erklärt Petra Binnewitt.

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