News

Der Tod und die Politik

Von Evin Erdem, (Kommentare: 0)

Ein Abgeordneter ringt um seine Haltung zum ärztlich begleiteten Suizid

Kreis Herford. Muss man sich tothungern, um zu sterben? Ein Zuhörer namens Meier schaltete sich mit dieser Frage in die Debatte ein. Er hätte es gern einfacher am Ende seines Lebens, eine Pille oder Pulver, vom Arzt verordnet. Warum gibt es nicht Ärzte, die das regeln?

Und: Muss der Bundestag dafür Weichen stellen? Die Frage treibt viele Parlamentarier um, auch den gerade einmal 40-jährigen heimischen Bundespolitiker Stefan Schwartze (SPD). Demnächst soll das Berliner Parlament wohl über ein Gesetz abstimmen, das Regeln für "ärztlich begleiteten Selbstmord" formuliert, damit Menschen, die das wollen, selbstbestimmt sterben können.

Weiterlesen …

»Demokratie hat keinen Schaukelstuhl«

Von Evin Erdem, (Kommentare: 0)

Thema Demografischer Wandel: Bundesminister a. D. Franz Müntefering besucht Gesprächsrunde in St. Stephan

von Joachim Burek, Westfalen-Blatt Vlotho, 14.04.2015

Vlotho(VZ). Es ist sein ureigenstes Thema und das merkt man seinem Vortrag auch an: pointiert, fundiert und mit einer gehörigen Portion westfälischem Witz. Franz Müntefering hält in seinem Einführungsvortrag zum Thema »Demografischer Wandel« mit seinem Standpunkt nicht lange hinterm Berg. Da macht der als geradlinig bekannte Bundesminister a. D. auch bei seinem Besuch in Vlotho keine Ausnahme.

»Die Demokratie hat keinen Schaukelstuhl, in den man sich zurücklehnen kann, auch im Alter nicht.« So lautet sein Appell an alle Generationen, sich den Herausforderungen der älter werdenden Gesellschaft zu stellen. Jung und Alt müssten eine Koalition eingehen, um diese Aufgabe der Zukunft zu meistern, ist das Credo des 75-Jährigen, das er der Zuhörerrunde im Gemeindesaal von St. Stephan zu vermitteln sucht

Weiterlesen …

Einsamkeit ist die größte Krankheit

Von Evin Erdem, (Kommentare: 0)

Der Politiker Franz Müntefering macht auf seiner Tour durch den Kreis Herford Station im Eduard-Kuhlo-Heim

Löhne-Gohfeld(LZ). Prominenten Besuch hat das Eduard-Kuhlo-Heim in Gohfeld gestern mit dem Ex-Vizekanzler Franz Müntefering gehabt. Zum Thema »Leben in Würde« war dieser im Kreis Herford unterwegs.

Löhne war die erste Station des SPD-Politikers, der von den heimischen Abgeordneten Angela Lück (MdL) und Stefan Schwartze (MdB), dem Landratskandidaten Jürgen Müller, Löhnes Stadtoberhaupt Heinz-Dieter Held sowie dem sozialdemokratischen Bürgermeisterkandidaten Bernd Poggemöller in die Einrichtung begleitet worden war. Nach einer Besichtigung des Seniorenheims fanden sich die Teilnehmer im Eduard-Kuhlo-Saal zum Mittagessen ein. Dabei stand ein Gespräch mit den Verantwortlichen über die Arbeit des Hospizkreises Löhne im Vordergrund. Der Hospizkreis begleitet Sterbende ehrenamtlich ambulant. Dazu gehört auch die Begleitung in Pflegeeinrichtungen.

Weiterlesen …

SPD-Politiker informiert sich über die Wohnanlage "Jürgings Hof"

Von Evin Erdem, (Kommentare: 0)

Herzlicher Empfang für Müntefering

Enger. "Warum sind denn deine Küchenmöbel alle rot?", fragt Franz Müntefering schelmisch Rolf Stüwe. Der Engeraner ist ein echtes SPD-Urgestein - genau wie Müntefering selbst. Stüwe wohnt seit vier Jahren in der Wohnanlage "Jürgings Hof". Gestern bekommt er hohen Besuch. Der frühere Bundesminister und Vizekanzler sowie ehemalige SPD-Bundesvorsitzende informiert sich über das Konzept der Wohnanlage. Und Müntefering sucht - wie es seine Art ist - den Kontakt zu den Menschen.

In der Wohngruppe des "blauen Hauses" wird der SPD-Politiker freundlich empfangen. "Seit Ihr beim Kaffeetrinken?", fragt er in die Runde. "Nein, wir sind schon beim Abendbrot", sagt Helga Rödel (86). Und schiebt gleich ein Kompliment hinterher: "Sie sind überhaupt nicht älter geworden", sagt die 86-Jährige und drückt Müntefering die Hand. Ihre Sitz-Nachbarin Elfriede Gutapfel stimmt ein Lied für Müntefering an. "Das ist toll bei Euch", sagt der Sauerländer. Er plaudert mit der Gruppe und zum Abschied drückt er jedem herzlich die Hand.

Weiterlesen …