Die OGS in Eidinghausen – ein Tag zwischen „Himmel und Hölle“

von Petra Basler (Kommentare: 0)

Ein Tag in der OGS der Grundschule Eidinghausen stand im Terminkalender der Landtagsabgeordneten Angela Lück. Punkt 12.00 Uhr begrüßte sie dann auch die Leiterin Frau Brokop und Frau Purwins-Oltmanns, die für die Beratungs- und Betreuungsangebote im Bereich Offenen Ganztag der AWO im Kreis Minden-Lübbecke zuständig ist.

Lebhaft sollte dieser Arbeitstag werden, denn hier in der Grundschule Eidinghausen gehen nach der Schule 125 Schülerinnen und Schüler in den offenen Ganztag. Das bedeutet für die Erzieherinnen, Lehrer und pädagogischen Hilfskräfte: Hausaufgabenbetreuung, Mittagessen, AG-Betreuung und freies Spielen auf dem Gelände der Schule. Angela Lück half bei der Hausaufgabenbetreuung und betreute anschließend die Kinder, die auf dem Schulhof spielen wollten. „Da bin ich beim Hüpfspiel „Himmel und Hölle“ ganz schön ins Schwitzen gekommen. Ich kenne das noch aus meiner Kindheit, da konnte ich nicht genug davon bekommen.“

Im anschließenden Gespräch mit Frau Brokop und Frau Purwins-Oltmanns erfuhr die Abgeordnete, was sich die beiden von der Landespolitik wünschen. „Es ist wichtig, dass wir in der OGS die Vielfalt an Fachkräften erhalten.“, so Renate Purwins-Oltmanns. „Wir hier in Eidinghausen haben das große Glück, dass sich Schule und OGS gegenseitig unterstützen. Bei Krankheitsausfall helfen wir im Unterricht aus und umgekehrt betreuen auch die Lehrer am Nachmittag mit uns die Schüler.“

Ein weiterer großer Punkt ist die verlässliche Finanzierung. Städte und Gemeinden haben unterschiedliche pro Kopf- und Elternpauschalen. Eine einheitliche finanzielle Zahlung pro Kind würde den Trägern des offenen Ganztages sehr entgegen kommen. Lück bemerkte, dass erst im März ein Antrag auf individuellen Rechtsanspruch für den Ganztag von Seiten der SPD eingebracht wurde. „Wir wollen, dass die prekären Arbeitsverhältnisse abgebaut werden.“

„Wir haben in diesem Jahr vier Kinder auf der Warteliste. Es gibt Grenzen, die können wir aus Platz- und aus finanziellen Gründen nicht überschreiten“, so die Leiterin der OGS. Das sah die AWO Beraterin ebenso. „Feste Qualitätsstandards für die OGS wären ein Segen. Fachkräfte-Vielfalt (multiprofessionelle Teams), einen festen Platzbedarf pro Kind, einheitliche Beiträge und Pauschalen sowie einen Rechtsanspruch für den Offenen Ganztag, das möchte ich Ihnen gerne mit auf den Weg nach Düsseldorf geben.“

„Ich bin von der Professionalität der Arbeit hier in Eidinghausen sehr überzeugt. Sehe allerdings auch den dringenden Handlungsbedarf und weiß natürlich, dass es an anderen Schulen durchaus schwieriger zu arbeiten ist. Meine Erfahrungen aus diesem Tag nehme ich mit in den Landtag, und werde sie in den Arbeitskreis einbringen.“, erklärte Lück abschließend.

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